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Winterfeuer

Der Königsschnäpper - Der Hüter

5/20/2026

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Der Königsschnäpper oder Kronentyrann ist der Hüter des Lebensraumes oder Habitats, das er mit anderen teilt. Als „sentinel species“ („Wächterart“) bezeichnet man Lebewesen, die andere auf Gefahren hinweisen und deren Sinne aufgrund von Anpassung, Adaption oder Erfahrungen diese Gefahren wahrnehmen können. Es sind Spezies, die diese Gefahren überlebt haben und dadurch jetzt zum Schutz des Habitats beitragen können. 
"Durch Größe einzuschüchtern, rohe Gewalt anzuwenden oder offene und versteckte Drohungen sind keine Stärke, sie können Mut, Tapferkeit, puren Willen und Entschlossenheit nicht in die Knie zwingen. Sprich aus dem Herzen heraus und die Wahrheit wird ans Lichte treten“
Der Königsschnäpper spricht: “Jeder einzelne von uns hat Erfahrungen gemacht, die Schmerz und Pein verursacht oder Freude und Hochgefühl hervorgebracht haben. Lasst die Vergangenheit eine Mentorin sein, eine Lehrerin, und macht sie nicht zu eurer Heimat, in der ihr eure Wohnstatt errichtet. Lasst uns unsere Erfahrungen einbringen, teilen wir sie und nutzen wir sie, um zusammenzuarbeiten und einander aufzurichten. Lasst uns einander Mentoren und heilende Herzen sein, einander vertrauen und unsere Weisheit und unser Wissen weise gebrauchen. Lasst uns Seite an Seite gehen, Herz an Herz, Schulter an Schulter, und das, was wir erlebt haben, nutzen, um das Herz der Schöpfung zu heilen und Mutter Erde zu helfen, aufzublühen.“
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“White Royal Flycatcher”, white pastels, Kristin Raphaela Otti (2024, Café de L’Europe, Vienna)
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“White Royal Flycatcher”, white pastels, Kristin Raphaela Otti (2024, Café de L’Europe, Vienna)
Die Familie der Fliegenschnäpper umfasst rund 800 verschiedenen Arten von Vögeln, von denen jede einzelne völlig einzigartig ist. Kein Federkleid und keine Federkrone gleichen der anderen, sie singen Lieder verschiedener Art und sie erzählen und teilen ihre eigenen Geschichten.

Fliegenschnäpper verstecken sich nicht, sie zeigen all ihre Farben ohne Scheu. Sie stellen sich ihren Herausforderungen voller Freude, Widerstandskraft und Entschlossenheit. Sie tun ohne zu zögern, was zu tun ist. Wenn alles verloren scheint, treten sie dem, was sie daran hindert, vorwärtszufliegen, Auge in Auge gegenüber, singen dabei ein fröhliches Lied und tragen ein Funkeln in den Augen. Ihr einziger Gedanke gilt dem Erfüllen ihrer Aufgaben. 
 
Der Fliegenschnäpper sagt: “Egal, wie klein du zu sein glaubst, wage es, zu sprechen und die Wahrheit weithin ertönen zu lassen. Durch Größe einzuschüchtern, rohe Gewalt anzuwenden oder offene und versteckte Drohungen sind keine Stärke, sie können Mut, Tapferkeit, puren Willen und Entschlossenheit nicht in die Knie zwingen. Sprich aus dem Herzen heraus und die Wahrheit wird ans Lichte treten.“ 
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Scorpio (Teil 1, Eine schamanische Reise und Storytelling)

5/18/2026

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Teil des Weges eines Schamanen ist, tief in sich selbst zu gehen, das Unterbewusstsein zu erforschen und zu bereisen, das eigene Licht und die eigenen Schatten zu erkennen, tief in Abgründe hinunterzusteigen und sehen zu dürfen, was darin verborgen liegt. 
 
Schamanisches Reisen ist eine der Techniken, die dabei hilft. Hier ist eine der Geschichten, die eine solche Reise beschreibt. Ich benutze meine Stimme, meine Trommel oder meine Flöte, wenn ich andere durch Reisen führe und begleite. 


Scorpio – Eine schamanische Reise (Teil 1)
 
Als ich mich in meinen eigenen Geschichten und den Erzählungen von anderen verloren hatte, Wahrheiten und Halbwahrheiten, Masken und wahre Gesichter miteinander verschwammen, kam ich zu einer Weggabelung auf meinem Weg und hatte eine Entscheidung zu treffen: Ich konnte entweder weiter eine Maske tragen oder vollkommen ich selbst sein. 
 
Ich bat um Rat und einen Mentor und bekam sofort eine Antwort auf meine Bitte. Ich fand mich in einer Wüste wieder und eine gigantische Skorpionmatriarchin schritt auf mich zu. Von ihr ging weder böser Wille aus, noch spürte ich in ihr irgendeine Absicht, mich zu verletzen. Stattdessen nahm ich Liebe wahr. Sie blieb vor mir stehen, sah mich an und sprach: „Mein Stich tut weh.“
 
Klare Worte. Keine Drohung. Kein Versuch, mich zu einzuschüchtern. 
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“Ancestral Scorpio”, colored pastels, Kristin Raphaela Otti (2025, Hotel, Café & Konditorei Hecher, Wolfsberg, Carinthia)
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“Shadow Scorpion“, black pastels, Kristin Raphaela Otti (2024, Café de L’Europe, Vienna)
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass dies nur der Anfang eines neuen Abschnitts meiner Reise sein würde, aber das sollte ich bald darauf herausfinden. 

​Ich sah ihr in die Augen und antwortete nur: „Stich zu.“
 
Das tat sie. 
 
Wir bereisten die Unterwelt und ich traf auf mich selbst. Als wir wieder in die Wüste zurückgekehrt waren, weinte ich. Nicht aus Schmerz heraus, der von ihrem Gift verursacht worden wäre, sondern weil mir das Geschenk zuteilgeworden war, mir selbst zu begegnen und in meine eigenen Augen zu blicken. 
 
Die Wüstensonne strahlte auf uns herab, als sie sagte: „Ich bleibe bei dir.“ Sie verriet mir ihren Namen, kam auf mich zu, wurde kleiner, kletterte an meinem Körper empor und fand ihre Heimat in meiner Kehle. Ich fühlte nichts als Liebe, die Liebe einer Mutter und eines Mentors, der streng ist, aber aus Liebe heraus handelt, mit steter Hand führt, aber niemals bestraft, keine neue Wunden schlägt oder alte aufs Neue zum Schwären bringt. 
 
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass dies nur der Anfang eines neuen Abschnitts meiner Reise sein würde, aber das sollte ich bald darauf herausfinden. 
 
© “Scorpio” Kristin Raphaela Otti (2023, überarbeitet 2026)
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Die Jagd nach dem weißen Reh (Teil 1, Eine schamanische Reise und Storytelling)

5/17/2026

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​Sanftheit ist keine Schwäche, sondern Stärke. Den eigenen Ängsten ins Gesicht zu blicken und ihnen geradewegs in die Augen zu sehen, erfordert mehr Mut, als sie tief im Abgrund zu vergraben, aus dem dich ihr Grollen ständig begleitet und du ihre Schreie vernimmst. Sie wollen gesehen werden. Betrachte sie, sieh, was da ist und was nicht da ist. Liebe sie und du liebst dich selbst. Umarme sie und die Dunkelheit weicht der neu aufgehenden Sonne. 
 
Das Reh und der Hirsch sind Begleiter und Mentoren, die über das Führen und Sanftmut zu erzählen wissen. Sie erzählen davon, dass unsere Schatten, Schwächen und Ängste zu unserer größten Stärke werden, wenn wir ihnen in die Augen blicken und sie kennenlernen. Sie brauchen lange Zeit, um zu vertrauen und sich sicher zu fühlen, aber in dem Moment, in dem sie ihr Herz öffnen, schenken sie jenen, die sie begleiten und führen, die Kraft und Sicherheit, sich selbst und auf ihre Fähigkeiten zu vertrauen. 
 
Hier ist noch eine Erzählung einer meiner schamanischen Reisen, der erste Teil von „Die Jagd nach dem weißen Reh“. 

Die Jagd nach dem weißen Reh Teil 1 (Eine schamanische Reise)
 
Vor einigen Jahren, als ich noch in Wien gelebt und unterrichtet habe und gerade auf einer Reise in der Anderswelt unterwegs war, veränderten sich die Energien rund um mich herum plötzlich völlig. 
 
Ich hatte zu Beginn der Reise meine Gestalt gewandelt und war dabei, als weißes Reh einen Wald zu erforschen. Das weiße Reh ist einer meiner Aspekte, ein Teil meiner Selbst. Ich unterhielt mich mit den Wesen im Walde und genoss gerade die Stille und Ruhe in mir und den Frieden, der mich umgab. Dann, mit einem Male, wurden die Schatten der Bäume länger und der Duft und die Gerüche des Waldes begannen sich zu verändern. Was zuvor nach Frieden und Heilung gerochen hatte, stank plötzlich nach Gefahr und Verderben. Ich wusste, dass sich ein Jäger auf die Pirsch begeben und mich als seine Beute auserkoren hatte.
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“White Fallow Deer” white pastels, Kristin Raphaela Otti (2025, Hotel, Café & Konditorei Hecher, Wolfsberg, Carinthia)
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“White Deer”, white pastels, Kristin Raphaela Otti (2023)
Der Wald um mich herum wurde dunkel. Ich begann zu laufen. Die Jagd führte durch die dichten Bäume, hinauf in die Bergregionen. Ich hatte meinen Weg bewusst ausgesucht und wusste, wohin er führte. Das ungeduldige Grollen meines Jägers erklang hinter mir und wo ich mir einen Pfad suchte, der weder einem Baum noch einem Busch Schaden zufügte, brach er einfach durch die Bäume und Büsche hindurch und ließ das Holz zerbersten. Ich kam zu einer Felsklippe, die ich sehr gut kannte. Ebenso gut kannte ich den Abgrund, in den sie führte. Ich war bereits dort gewesen und hatte ihn bereist. 
 
Ich hastete auf die Kante der Felsklippe zu und im letzten Moment schlug ich einen scharfen Haken nach links. Mein Verfolger war weniger wendig als ich, denn er hatte eine Gestalt gewählt, die es ihm gestattete, einfach durch Hindernisse hindurchzubrechen. Blind vor Blutdurst stürzte er sich selbst in den Abgrund. Ich trat an die Felskante heran und blickte in die Tiefe. Da war er. Ein gigantischer roter Löwe aus lebendigem Feuer. Er hielt sich mit einer Pranke an der Klippe fest. Seine Krallen hatten sich tief in den Felsen gegraben. Seine glühenden Augen starrten mich voller reinem Hass an. Ich wandelte meine Gestalt zurück in meine menschliche Form, kniete mich hin, ergriff seinen Vorderlauf ein Stück unterhalb seiner Pranke und zog ihn über die Felskante hinauf in Sicherheit. 
 
Er lag schwer atmend da und starrte mich in vollkommenem Unglauben an. Er grollte, „Warum?“ Ich erwiderte einfach, „Ich liebe dich.“ Dann verwandelte ich mich zurück in das weiße Reh, blickte ihm noch einmal in die Augen, wandte mich langsam um und spazierte in den Wald zurück. 
 
Sanftheit ist keine Schwäche, sondern Stärke. Den eigenen Ängsten ins Gesicht zu blicken und ihnen geradewegs in die Augen zu sehen, erfordert mehr Mut, als sie tief im Abgrund zu vergraben, aus dem dich ihr Grollen ständig begleitet und du ihre Schreie vernimmst. Sie wollen gesehen werden. Betrachte sie, sieh, was da ist und was nicht da ist. Liebe sie und du liebst dich selbst. Umarme sie und die Dunkelheit weicht der neu aufgehenden Sonne. 
 
© 2023 Kristin Raphaela Otti


Schamanisches Reisen ist ein tiefes Nach-innen-gehen, ein Wandern durch Licht und Schatten gleichermaßen, um die Gaben, die tief in uns verborgen sind, zu entdecken oder wiederzufinden. Ein Schamane begleitet, kann aber nicht den Weg für einen anderen gehen
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Der Papagei - Sei du selbst

5/16/2026

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Schattenarbeit oder tief in das eigene Unterbewusstsein zu tauchen, um das, was nach einer traumatischen Erfahrung, erlittenem Missbrauch oder Indoktrination verborgen oder begraben war, an die Oberfläche zu bringen und sichtbar zu machen, ist wichtig. Es spielt keine Rolle, was dir jemand eingeredet hat oder wo du dich auf deinem Weg befindest, du bist es wert. Du bist ein Geschenk in allem, was du bist. 
 
Manches Mal sind in den Schatten, die jemand aus Hass, Missgunst, Neid und Eifersucht auf dich geworfen hat, deine wunderbarsten Geschenke verborgen. Dein Lächeln, deine Freude, an dem, was du tust, und dein authentisches Du-selbst-sein. 

Hier findet ihr eine Mythe der Yorùbá, die ich 2023 nacherzählt habe. Sie handelt von Eifersucht und Neid und davon, wo man wahre Schönheit finden kann. 

Wie der weiße Papagei zu seinen grauen Federn kam
 
Eines Morgens, als die Sonne die Welt gerade mit ihrem goldenen Licht umarmte und sanft „Guten Morgen!“ flüsterte, rief der, der Alles-und-Eins-ist, alle Vögel zu sich, betrachtete sie voller Liebe und sprach: „Wenn Vater Sonne Mutter Erde morgen Früh sanft aus dem Schlaf erweckt, werde ich den schönsten aller Vögel zu mir rufen!“
Die Vögel sangen triumphierend. Nun würde es dieser weiße Papagei nicht mehr wagen, sich vor dem Der-Alles-und-Eins-ist blicken zu lassen. Mit Federn schwer und grau von Asche? Und dazu noch blutrote Schwanzfedern? Den Mut besaß er mit Sicherheit nicht. Niemals würde er mit einem schmutzigen Federkleid vor den Großen Einen treten.
Die Vögel begannen aufgeregt durcheinander zu zwitschern und überlegten, wer von ihnen wohl vom Großen Einen auserwählt werden würde. Dann berieten sie darüber, was sie denn tun könnten, um ihre Federn noch schöner, noch strahlender und noch bunter zu machen und nach und nach, wie es eben so geschieht, begannen sich ihre Herzen zu verdunkeln und sie betrachteten einander mit Missgunst und Neid. Hatten sie zu Beginn noch über die Schönheit der anderen gesprochen und einander Komplimente gemacht, so hielten sie nun lange Reden über die Makel, die sie zu sehen wähnten, lachten hinter dem Rücken der anderen und starten finster auf die farbenprächtigen Federn ihres Gegenübers. 
 
Von aufgeregtem Gezwitscher begleitet begannen die Vögel alles zu versuchen, um ihre Schönheit zu mehren. Sie badeten in frischem Quellwasser, tauchten durch Regenbogen hindurch, sangen zu Vater Sonne und baten Mutter Erde um Edelsteine, mit denen sie ihre Federn zum Strahlen bringen wollten.  Ein einzelner Vogel beteiligte sich allerdings nicht an dem geschäftigen Treiben, sondern saß auf einem Baum und genoss mit geschlossenen Augen den sanften Wind, der mit seinen Federn spielte. 
Das war Odide, der weiße Papagei
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“White Macaw“, white pastels, Kristin Raphaela Otti (2023)
Den anderen Vögeln fiel zuerst gar nicht auf, dass Odide einfach nur auf einem Ast saß und sich nicht an ihrem Tun beteiligte, aber nach einer Weile wurde es ihnen unheimlich und sie begannen sich zu fragen, warum er nichts tat, um sein Federkleid zu verschönern. 
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“White Parrot Dreaming“, white pastels, Kristin Raphaela Otti (2023)
Angst begann sich in ihnen breit zu machen und Furcht kroch in ihre Herzen. Sie beschlossen, Odide einen Streich zu spielen. 

Sie flogen zu einem Vulkan und begannen Aschenreste zu sammeln, die an seinem Fuße lagen. Großvater Magma, der seine gefiederten Freunde aus wissenden Augen beobachtete, seufzte tief. Als sie genug Asche gesammelt hatten, versteckten sich die Vögel in den Bäumen und als Odide nichts ahnend vorbeiflog, warfen sie die Asche auf ihn.

​Sie begannen ihn zu verspotten und auszulachen. Jetzt war von seiner Schönheit nichts mehr übrig! Aber Odide schien es nicht zu kümmern. Er flog weiter und unterhielt sich mit allen Wesen der Schöpfung, als sei nichts geschehen.

Das machte die anderen Vögel noch zorniger, als sie es ohnehin schon gewesen waren, und sie entschieden zu einem Zauberer zu fliegen, der im dunkelsten Teil des Waldes hauste, genau dort, wo das einzige Licht, das jemals zu sehen war, das war, das von dem Feuer kam, das er entfachte, um seine Zauber zu weben und Tränke zu brauen. Sie berichteten dem Hexenmeister von Odide und baten ihn, dessen strahlende weiße Federn blutrot zu färben. 
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“White Parrot Dreaming“, white pastels, Kristin Raphaela Otti (2023)
Der Magier betrachtete die gefiederte Schar, die um ihn herum Platz genommen hatte, aus uralten Augen, die sich nicht mehr an das Licht der aufgehenden Sonne erinnerten, und tat, was sie von ihm verlangt hatten.
 
Die Vögel sangen triumphierend. Nun würde es dieser weiße Papagei nicht mehr wagen, sich vor dem Der-Alles-und-Eins-ist blicken zu lassen. Mit Federn schwer und grau von Asche? Und dazu noch blutrote Schwanzfedern? Den Mut besaß er mit Sicherheit nicht. Niemals würde er mit einem schmutzigen Federkleid vor den Großen Einen treten.
 
Als Vater Sonne Mutter Erde am nächsten Morgen seinen Guten-Morgen-Kuss gab, nahmen alle Vögel rund um den Großen Einen Platz. Einer nach dem anderen kam angeflogen, auch Odide, der sich auf dem Knie dessen, der Alles-und-Eins-ist, niederließ. Die versammelte Vogelschar starrte den Papagei mit offenen Schnäbeln an.

Der, der Alles-und-Eins-ist, sprach voller Liebe, „Da bist du, Odide! Du bist wahrlich der schönste Vogel von allen, denn wahre Schönheit findet man im Herzen und nicht im Kleide, das jemand trägt. Viel Schmerz hat man dir zugefügt und dennoch bist du unerschütterlich meinem Ruf gefolgt und teilst das Licht deines Herzens ohne zu zögern!“


© 2023 Eine Mythe der Yorùbá neuinterpretiert von Kristin Raphaela Otti
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Die Krähe - Sternensamen

5/15/2026

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Als der, der Alles-und-doch-eines ist, gerade dabei war, allen Wesen der Schöpfung über ihre Bestimmung zu erzählen, wurde er weggerufen, als er gerade mit der Krähe über ihre Aufgaben sprechen wollte. Da die Krähe es liebt, neue Dinge zu lernen, erfasste sie nach und nach die Ungeduld und sie entschloss sich dazu, selbst nach ihrer Bestimmung zu suchen. 
Die Krähe ist ein Gestaltwandler, ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen und ein Agent des Wandels, ein Trickster, der niemals aufhört, zu lernen und hinauszufliegen. Sie sieht die Welt nicht in Schwarzweiß, sondern betrachtet sie als eine Heide, in der einzigartige und bunte Blumen blühen, deren Samen ein Geschenk an die gesamte Schöpfung sind. 
Auf ihren Reisen und ihrer Suche nach ihrem Daseinszweck schloss sie Freundschaft mit allen Wesen der Schöpfung, und wuchs zu einem Mentor und Ratgeber heran, der anderen von freiem Willen, dem Geschenk, wählen zu dürfen, und davon erzählt, dass ihr Leben das ihre zu leben und zu erfahren sei. Die Krähe fand ihre Bestimmung darin, sie selbst zu sein.  
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"Camellia", colored pastels, Kristin Raphaela Otti (2003)
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„Ancestral Crow“, pastels representing the colors of the Northern Lights, Kristin Raphaela Otti (2025, Hotel, Café & Konditorei Hecher, Wolfsberg, Carinthia)
Die Krähe ist ein Gestaltwandler, ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen und ein Agent des Wandels, ein Trickster, der niemals aufhört, zu lernen und hinauszufliegen. Sie sieht die Welt nicht in Schwarzweiß, sondern betrachtet sie als eine Heide, in der einzigartige und bunte Blumen blühen, deren Samen ein Geschenk an die gesamte Schöpfung sind.

​Aus den Samen dieser Blumen erwachsen weitere Farbvarianten derselben Pflanze, die andere Heilfähigkeiten und Erfahrungen in sich tragen. Wenn sich ihr Zyklus und Kreis dem Ende zuneigt, werden sie zu Sternen in der Leere und erhellen den Himmel, während sie andere Reisende auf ihrem Weg nach Hause geleiten. 
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Die weiße Feder - Eine unerwartete Wendung

5/13/2026

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Die weiße Feder (Eine schamanische Reise und Geschichte über Absichten und Annahmen)
 
Vor ein paar Jahren hatten meine Reisen in die Anderswelt das Erfahren und Begreifen von alten Wunden meiner Selbst zum Thema. Während ich auf Wanderschaft war, trat ein freundliches Wesen an mich heran, das ich zuvor bereits getroffen hatte. Es berichtete mir, dass Schamane, den ich einmal Freund genannt hatte, es gebeten hätte, mir eine weiße Feder zu überreichen. 
Ich erinnerte mich an etwas Wichtiges. Ich selbst war diejenige, die entscheiden konnte, welche Bedeutung ich der Feder zumaß – war sie ein Geschenk gewesen, als Fluch gedacht oder einfach eine Feder – denn manches Mal ist eine Feder einfach das – eine Feder. 
Ich sah mir die Feder an, aber ich wollte sie nicht in meine Hände nehmen. Etwas fühlte sich falsch an. Ich dankte dem Wesen dafür, dass es sich auf den weiten Weg gemacht hatte, um mir die Feder zu bringen und entschuldigte mich dafür, dass ich sie nicht annehmen konnte. Dann setzte ich meine Reise fort.
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"White Feather", white pastels, Kristin Raphaela Otti (2023)
Ich begann über die Dinge, die mir über mich selbst gezeigt worden waren, nachzudenken und beschloss, zurückzugehen, an das Wesen heranzutreten und ihm zu erklären, warum ich mich so verhalten hatte.

​Es bedurfte keiner Erklärung, es wusste warum. Ich überlegte eine ganze Weile, aber dann entschied ich mich dafür, die weiße Feder doch anzunehmen. Im selben Augenblick, als ich die Feder in meine Hände nahm, trafen mich die Erinnerungen an das Geschehene mit voller Wucht.
 
Einige Tage lang durchlebte ich das Geschehene abermals. Dann rief mich eine Freundin an und ich fragte sie um Rat. Sie bat die Karten um einen Ratschlag für mich. 
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“Ancestral Crow”, colored pastels, Kristin Raphaela Otti (2025, Hotel, Café & Konditorei Hecher, Wolfsberg, Carinthia)
Zwei Karten fielen, der Herrscher und die Stärke. Sie sagte: „Das ist deine Karte. Du weißt genau, was du zu tun hast.“ Für sie ist die Karte des Herrschers meine Karte im Tarot. 

Ich erinnerte mich an etwas Wichtiges. Ich selbst war diejenige, die entscheiden konnte, welche Bedeutung ich der Feder zumaß – war sie ein Geschenk gewesen, als Fluch gedacht oder einfach eine Feder – denn manches Mal ist eine Feder einfach das – eine Feder. 
 
Ich entschied mich dafür, tief in mich selbst zu gehen, meine eigene Arbeit zu tun und damit Energien, die sich falsch und verkehrt angefühlt hatte, umzuwandeln und nach der Weisheit und der Medizin zu suchen, die tief in den Anteilen meiner Selbst, die getriggert worden waren, verborgen gewesen waren. 
 
Ich hielt eine Zeremonie an einem Fluss. Ich nahm die Energie der weißen Feder und begann ein Gebet aus dem Herzen zu sprechen. Ich dankte dem Schamanen für die Zeit, in der unsere Wege verwoben gewesen waren. Dann bat ich Schwester Wind die Feder zum Großen Einen zu bringen und ließ los.
 
Die weiße Feder hatte sich in ein Symbol des Friedens und des Neubeginns auf meinem Weg verwandelt. 
 
© Kristin Raphaela Otti (2023, überarbeitet 2026)

Schamanisches Reisen ist ein tiefes Nach-innen-gehen, ein Wandern durch Licht und Schatten gleichermaßen, um die Gaben, die tief in uns verborgen sind, zu entdecken oder wiederzufinden. Ein Schamane begleitet, kann aber nicht den Weg für einen anderen gehen
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Der Heilige Clown - Ein Ende ist ein Anfang und ein Anfang ist ein Ende

5/12/2026

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Wenn man sich in die Welt des Heiligen Narren oder des Heiligen Clowns („Sacred Clown“) hineinversetzen möchte, dann ist oben unten, links ist rechts, ein Ende ist ein Anfang, in der Wunde, die ihm geschlagen worden ist, findet er den Weg zu seiner Heilung, Gegensätze sind zwei Seiten derselben Münze und im Gleichgewicht zu sein bedeutet den Abgrund entlang zu balancieren. 
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Die Heiligen Narren und Clowns sind die sogenannten „mirrors unconditional“, sie spiegeln und reflektieren das Gegenüber ohne Bedingung wider, während sie den Abgrund entlangbalancieren, mit sich selbst lachen und am Spiel des Lebens teilnehmen, ohne Humor ​und Witz einzusetzen, um andere zu verletzen. Stattdessen erinnern sie damit an die Absurdität und die Komik in den Spielen, die Menschen miteinander zu spielen pflegen. 

​Wenn man sein Licht finden möchte, muss man in seinen Abgrund steigen, um das, was tief darin vergraben liegt, an die Oberfläche zu bringen, wenn man in seine Dunkelheit zu  tauchen wünscht, führt die Reise ins eigene Licht und Ego.  

​Den eigenen Abgrund zu durchschreiten bedarf Mutes, sich dem eigenen Ego zu stellen, bedeutet der Angst in die Augen zu blicken. Tapferkeit und Furcht sind dasselbe, sie stellen nur verschiedene Punkte auf einer Skala dar. 

Der Heilige Clown stellt die Welt auf den Kopf und stellt Glaubenssätze und Blickwinkel in Frage. ​
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“The Sacred Clown”, watercolors, Kristin Raphaela Otti (2005)
Die Wunde, die ihm geschlagen worden ist, verwandelt er in seine Medizin und Heilung, ein angedrohtes oder erzwungenes Ende ist für ihn einfach der Weg zu einem neuen Horizont oder zu neuem Lernen, ihn kleiner oder lächerlich zu machen zeigt ihm sein Potential und seine Größe und der, der zuletzt lacht, ist nicht der, der am besten lacht. Der, der am besten lacht, ist derjenige, der die Kraft und den Mut aufbringt, mit sich selbst zu lachen – nicht über sich selbst! -, und das Ich, das er noch gestern war, mit einem sanften Lächeln gehen lässt. 
 
Die Heiligen Narren und Clowns sind die sogenannten „mirrors unconditional“, sie spiegeln und reflektieren das Gegenüber ohne Bedingung wider, während sie den Abgrund entlangbalancieren, mit sich selbst lachen und am Spiel des Lebens teilnehmen, ohne Humor ​und Witz einzusetzen, um andere zu verletzen. Stattdessen erinnern sie damit an die Absurdität und die Komik in den Spielen, die Menschen miteinander zu spielen pflegen. 
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Eine Überraschung

5/11/2026

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Ich werde nicht oft von etwas überrascht, aber manches Mal passiert es doch. Vor einer Weile habe ich in einem Café gezeichnet – keine Überraschung diesbezüglich – und dann eine Unterhaltung mit einem jungen Paar begonnen. Ich habe beiden Drucke von zweien meiner Zeichnungen geschenkt und wir haben über die Krafttiere und Energien gesprochen. 
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Im schamanischen Verständnis bedeutet ein Geschenk – sei es einen spirituellen Namen oder eine Medizin - als Gabe zu erhalten, dass jemand in dir etwas gesehen hat, eine Gabe, Weisheit oder eine Medizin, die du in dir trägst. Wenn du das Geschenk annimmst, kommt es mit Verantwortung. Es liegt an dir, deine Gabe weiterzuentwickeln, zu lernen, Teile anzunehmen oder gehen zu lassen und mit ihr zu wachsen. 

​Als ich damit begonnen habe, zu erklären, dass die Licht- und Schattenaspekte, die auf den Zeichnungen zu sehen sind, noch keine Energien sind, die vollständig gewachsen oder entwickelt sind und ich hinzufügen wollte, dass sie ein Geschenk darstellen, das sie in ihren Herzen tragen und dabei sind, zu entwickeln, überraschte mich die junge Frau vollkommen.  Sie unterbrach mich und sagte: „Ich weiß. Ich bin auf meinem Weg dorthin. Ich bin immer noch hier.“, während sie mit ihren Fingern liebevoll über den dunklen Hintergrund des Druckes strich. 
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„Persistence“, white pastels, Kristin Raphaela Otti (2025, Hotel, Café & Konditorei Hecher, Wolfsberg, Carinthia)
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“Shadow Butterfly”, black pastels, Kristin Raphaela Otti (2024, Carinthia) coming into being.
Im schamanischen Verständnis bedeutet ein Geschenk – sei es einen spirituellen Namen oder eine Medizin - als Gabe zu erhalten, dass jemand in dir etwas gesehen hat, eine Gabe, Weisheit oder eine Medizin, die du in dir trägst. Wenn du das Geschenk annimmst, kommt es mit Verantwortung. Es liegt an dir, deine Gabe weiterzuentwickeln, zu lernen, Teile anzunehmen oder gehen zu lassen und mit ihr zu wachsen. 
 
Die Gabe und Energie, die ich in der jungen Frau gespürt habe, war die eines Spechtes, im Herzen des Mannes – ein Schmetterling. 
 
Spechte sind interessante Krafttiere und Begleiter, sie wissen über Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit zu erzählen, über das beständige Arbeiten an sich selbst und das Formen der eigenen Welt. Aus dem Totholz – dem Vergangenen und dem Vergehenden – gewinnen sie Nahrung, indem sie es bearbeiten und das, was ihnen nicht dient, mit ihrem Schnabel entfernen. Es fällt auf die Erde und wird wieder zu fruchtbarem Grund, der neuem den Raum gibt, aus ihm zu erwachsen. Die Insekten aber, die Weisheit verborgen in dem Erlebten, lassen sie ihr Herz und ihre Seele nähren.

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Der Fuchs - Fuchsfeuer

5/10/2026

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Der Fuchs, ein verspielter Agent des Wandels, ein Trickster, spricht: „Wenn man seine Sichtweise und Perspektive ändert, erkennt man, dass sich die Natur und Art einer jeden Herausforderung verändert, sobald man aufhört, sich an die Geschichte zu klammern, mit der sie einem vorgestellt worden ist. Ein Käfig wird nur zu einem Käfig, wenn man ihn zu einem Gefängnis macht, die Gitterstäbe als unzerbrechlich betrachtet und erklärt, dass damit jeglicher Zugang zu dem, was man erlernen, erreichen oder werden möchte, verwehrt ist. Was, wenn die Herausforderung, der man gegenübersteht, einfach nur auf dem Weg aufgetaucht ist, damit man für einen Augenblick innehält, aufblickt und sich gut umschaut, während man einen tiefen Atemzug nimmt, frischen Sauerstoff einatmet und dabei begreift, dass es vollkommen in Ordnung ist, den Pfad zu verlassen, den andere vor einem gegangen sind und seinem eigenen zu folgen?“
„Wenn jemand gelernt hat, die Wege und Bahnen, die deine Gedanken zu pflegen nehmen, vorauszusagen und damit deinen Verstand zu steuern und zu kontrollieren, verliere ihn.“
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“Kitsune”, black pastels & crayons, Kristin Raphaela Otti (2026, Hotel, Café & Konditorei Hecher, Wolfsberg, Carinthia) im Entstehen.
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“Terianniaq”, pastels & crayons representing the colors of the Northern Lights, Kristin Raphaela Otti (2026, Hotel, Café & Konditorei Hecher, Wolfsberg, Carinthia)
Er vermag es, jede Täuschung und jedes Trugbild zu durchschauen, auch jene, die er selbst erschaffen hat. Wenn er ihrer gewahr geworden ist, ändert er seine Sichtweise der Dinge und vermag es, die Herausforderung auf eine vollkommen andere – und bisweilen – unerwartete Art und Weise zu meistern. Es ist unmöglich, einen Fuchs zu kontrollieren, denn der Fuchs ist ein Wesen geboren aus den Feuern des gemeinsamen Tanzes von Sonne und Mond. Er heißt weder den Tag, noch die Nacht sein Zuhause, sondern ist im Dazwischen beheimatet. 
 
Er sagt: „Wenn jemand gelernt hat, die Wege und Bahnen, die deine Gedanken zu pflegen nehmen, vorauszusagen und damit deinen Verstand zu steuern und zu kontrollieren, verliere ihn.“
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Der Kasuar - Der Behüter & Schlüsselstein

5/9/2026

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Kasuare ziehen es vor, in Ruhe gelassen zu werden und sich um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Sie ziehen sich zurück, bevor man überhaupt bemerkt, dass sie dagewesen sind. Sollten sie allerdings gereizt und provoziert werden, verteidigen sie sich selbst und ihre Jungen ohne Gnade. Sie sind Spitzenprädatoren, eine Alpha-Spezies, die Angreifern aufgrund ihrer starken Beine durch Tritte schwerwiegende Verletzungen zufügen kann. Die erste ihrer drei Zehen ist krallenbewährt. Die velociraptorengleiche Kralle misst zwischen zwölf und dreizehn Zentimeter. 
Der Kasuar lehrt uns, dass wir uns und unsere Bedeutung für ein Projekt, unsere Rolle in einer Gruppe, einem Kreis oder einer Umgebung niemals unterschätzen sollten, denn ohne die Schlüsselart – oder im Englischen den „Schlüsselstein“ („keystone“), bricht die Brücke oder das Erbaute zusammen. Vertraue auf dich und deine Fähigkeiten. 
Der Kasuar ist ein Begleiter, der lehrt, die Stärke und Kraft, die man in sich selbst trägt zu sehen und anzuerkennen und das Vertrauen darauf, sich selbst verteidigen und schützen zu können, zu finden und zu nähren. ​

Ihre Körper haben sich ihrer Umgebung angepasst. Kasuare sind Laufvögel, deren Flügel sich im Laufe der Evolution verändert haben. Ihre Federn sind mutiert und schützen den Kasuar davor, sich zu verletzen, wenn er mit dem Kopf voraus durch ein Hindernis sprintet. Dornen, scharfe Blattränder oder Ranken und Unterholz können nicht durch das Federkleid, das sich angepasst hat, dringen. 

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"A single white crayon", a single white crayon, Kristin Raphaela Otti (2026, Hotel, Café & Konditorei Hecher, Wolfsberg, Carinthia)
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“White Cassowary”, white pastels, Kristin Raphaela Otti (2024, Cafe Eiles & Café de L’Europe, Vienna)
Kasuare erzählen davon, dass der Weg durch ein Hindernis und durch das, was vor uns liegt, manches Mal der direkte ist und wir bisweilen später merken, dass wir uns die ganze Zeit in Sicherheit befunden haben.

Kasuare sind eine Schlüsselart und für den Lebensraum, den sie mit anderen Lebewesen teilen, von immenser Wichtigkeit. Sie mögen es vorziehen, alleine ihr Territorium zu bewohnen und vor den Augen Neugieriger verborgen zu bleiben, aber mit ihrem Verschwinden würde das Ökosystem der Region zusammenbrechen und sich stark verändern.

Sie sind in der Lage, mehr als siebzig verschiedene Samen von Früchten zu verzehren, die für andere Vogelarten zu groß sind, und daher einer der Schlüssel für die Erhaltung des Pflanzen- und Artenreichtums in ihrem Territorium. Die Verweildauer der verzehrten Samen in ihrem Darm ist kurz, daher sind sie auch in der Lage, Früchte zu sich zu nehmen, die Toxine oder Gifte enthalten.

​Der Kasuar lehrt uns, dass wir uns und unsere Bedeutung für ein Projekt, unsere Rolle in einer Gruppe, einem Kreis oder einer Umgebung niemals unterschätzen sollten, denn ohne die Schlüsselart – oder im Englischen den „Schlüsselstein“ („keystone“), bricht die Brücke oder das Erbaute zusammen. Vertraue auf dich und deine Fähigkeiten. 
 
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    Autorin

    Kristin Raphaela Otti
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    Ich bin eine Schamanin und Geschichtenerzählerin aus dem Lavanttal in Kärnten. 

    Ich hüte das Winterfeuer in den Herzen und begleite jene, die sich auf eine Reise tief in ihr Innerstes aufmachen wollen. 

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