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Winterfeuer

Eine Lehrstunde und ein Danke von Herzen

1/9/2025

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Ich gehe gerade alte Fotos und Erinnerungsstücke aus meiner Sammlung durch, weil ich dabei bin, an Texten für Winterfire, LearnToBloom und Animal Wisdom Speaks zu arbeiten. Hier ist ein Blogeintrag über meine Zeit als Badmintonspielerin und über eine Lehrstunde, für die ich von Herzen dankbar bin. 
 
Wenn man den Wunsch in sich trägt, zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und an sich zu arbeiten, findet das Leben immer einen Weg, den Wunsch zu erfüllen. Manchmal passiert das auf sehr überraschende Art und Weise. 

​Ich habe sehr spät mit dem Badmintonspielen angefangen. Ulrike Gönitzer, eine der Sportprofessorinnen an unserer Schule, hatte eine Freundin von mir, Karin, und mich beim Badmintonspielen im Turnunterricht beobachtet und danach zum Vereinstraining eingeladen. Das Spielen hat immens Spaß gemacht und ich bin beim Verein geblieben, während Karin nach ein paar Trainingseinheiten aufgehört hat. 

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Ich war 1998, 1999 und im Jahr 2000 als Spielerin lizensiert. Die Lizenzierung war notwendig, um an Turnieren teilnehmen zu dürfen.
Ulrike war eine unserer Trainerinnen, Peter Moritz der andere Trainer. Peter Moritz brachte jahrelange Erfahrung mit und war österreichischer Staatsmeister. Er hatte sich entschieden, mit dem Team zu trainieren. Ganz am Anfang sagte Ulrike einmal zu mir, dass ich, sofern ich eine gute Spielerin werden wollte, laufen gehen müsste, um an meiner Ausdauer zu arbeiten. Statt dem Rat zu folgen, verließ ich mich allerdings auf die Reflexe, die ich mir beim Videospielen und Tischtennis antrainiert hatte, und mein Talent. 
Ulrike war in ihrer aktiven Zeit Staatsmeisterin und lasst es mich so formulieren: Wenn ein Veteran, ein erfahrener Spieler, sich die Zeit nimmt, einem einen Rat zu geben, sollte man zuhören, zuhören, dann noch ein wenig mehr zuhören und auch wenn einem der gegebene Rat bei den Ohren herauskommt, die Ohren weiterhin offenhalten. Zeit ist das wertvollste Geschenk, das jemand einem machen kann. Sie ist endlich.
 
Die Götterdämmerung kam, nachdem ich in Turnieren gut gespielt, einmal für den ATSV im Team gespielt hatte, nachdem jemand verletzt gewesen war, und ich bei Kärntner Jugendmeisterschaften den zweiten Platz erreicht hatte. Ein Turnier stand in Wolfsberg an und ich war der vollen Überzeugung, dass ich es dominieren und gewinnen würde und das selbstverständlich vor Freunden und Verwandten. 
 
Es kam etwas anders. Mein Allerwertester wurde mir auf dem Silbertablett serviert. Nachdem ich in den ersten Matches gut gespielt hatte, traf ich auf meine Lehrmeisterin an diesem Tag, eine andere Kärntner Spielerin. Ich hatte ihr enthusiastisch davon erzählt, dass meine Stärke mein Service wäre und aufgezählt, was ich an meinem Spiel als positiv empfand. Sie hörte mir geduldig zu, lächelte und nickte. 
 
Das Match wurde zu einer Exhibition der anderen Art. 
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Erinnerungen an meine Zeit als Badmintonspielerin: Sieg und Niederlage sind Seiten derselben Münze. Wer aus beidem lernt und wächst, verliert niemals sondern gewinnt jedes Spiel.
Ich erzielte keinen einzigen Punkt im Spiel. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich überhaupt Bälle retourniert habe, aber falls doch, dann kamen sie postwendend als Smash oder Drop zurück. Eine spektakuläre Niederlage, hochverdient und eine Lehrstunde, für die ich von Herzen dankbar bin.
 
Und ja, in solchen Situationen bleibt es nicht ohne Sahnehäubchen: Bei Turnieren gibt es natürlich ein Publikum und wenn jemand von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, lädt er andere ein, um der Stunde des Triumphes beizuwohnen. Meine Mutter saß also mitten im Publikum und durfte die Lehrstunde live und in vollem Umfang miterleben. 

Üben, üben, üben. Jemand, der in etwas gut ist, hat nicht einfach mit den Fingern geschnipst und auf magische Art und Weise die entsprechenden Fertigkeiten aufgebaut. Derjenige hat dafür gearbeitet, Fokus auf sein Ziel gelegt und den Willen aufgebracht, seinen Weg zu gehen.  ​

​Meine Gegnerin war genial, Sportlerin durch und durch und hat kein einziges negatives oder unfreundliches Wort gesprochen. Wir haben uns die Hand geschüttelt, sie hat mir Tipps zu meinem Spiel gegeben und ich habe für mich erkennen dürfen, dass man mit Talent zwar irgendwohin kommt, aber nur durch ein An-sich-arbeiten und Training die Eigenschaften und Fähigkeiten, das Durchhaltevermögen und die Widerstandskraft erwirbt, die es einem ermöglichen, dorthin zu kommen, wo man tatsächlich hinwill. Ansonsten ist man Passagier und wandert dorthin, wohin einen ein anderer führt. 
 
Zuhören, zuhören, zuhören und dann noch einmal hinhören. Üben, üben, üben und wenn das Training dann beendet ist – weitertrainieren. Danach? Spielen, spielen, spielen und das Spiel genießen. Niemals spotten. Niemals jemanden von oben herab behandeln. Niemals jemanden belächeln, der dabei ist, eine Fähigkeit zu erwerben und zu erlernen. Selbst der sanfte Lehrer und Mentor sein, den man sich für sich selbst gewünscht hätte. Ja, man selbst ist der Lehrer. Und niemals, egal, was man tut, einen Bären beim Winterschlaf stören, also nicht herumstochern oder – wie in diesem Fall – ein Badmintonracket herumschwingen. Egal wie kuschelig ein Bär aussehen mag, wenn er sich dazu entscheidet aufzustehen und aus dem Winterschlaf aufzuwachen, wird es spannend.
 
Als ich dann mit Floorball begonnen habe, haben sich die Dinge geändert. Ich habe Ulrike wiedergetroffen. Ich hatte sie gefragt, ob ich in einem Teil der Sporthalle Torhüterbewegungsabläufe üben dürfte, während das Badmintonvereinstraining in einem anderen Teil der Sporthalle stattfand. Ich wollte, wann auch immer ich in meinem Heimattal war, trainieren. Sie sagte sofort ja. 
 
Üben, üben, üben. Jemand, der in etwas gut ist, hat nicht einfach mit den Fingern geschnipst und auf magische Art und Weise die entsprechenden Fertigkeiten aufgebaut. Derjenige hat dafür gearbeitet, Fokus auf sein Ziel gelegt und den Willen aufgebracht, seinen Weg zu gehen.  

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    Autorin

    Kristin Raphaela Otti
    ​
    Ich bin eine Schamanin und Geschichtenerzählerin aus dem Lavanttal in Kärnten. 

    Ich hüte das Winterfeuer in den Herzen und begleite jene, die sich auf eine Reise tief in ihr Innerstes aufmachen wollen. 

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