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Winterfeuer

Erste Schritte in die Schatten

4/25/2024

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Lernen findet oft statt, wenn man am wenigsten damit rechnet. Verständlicherweise, denn meistens ist das Lernen mit einem Teil unserer Selbst verbunden, den wir verborgen gehalten haben. Sei es, weil wir Angst davor gehabt haben, zu zeigen, wer wir wirklich sind und was wir zu tun vermögen, sei es, weil in unsere eigenen Augen zu schauen und etwas zu sehen, von dem wir geglaubt hatten, es nur in anderen zu finden, aber niemals in uns selbst, uns Furcht bereitet.

Als ich noch am Anfang stand und gerade dabei war, mich an Aspekte meiner Selbst zu erinnern, sich Fähigkeiten zu zeigen begannen und zu mir zurückkehrte, was ich verloren geglaubt hatte, geschah auf dem Weg zum Sommertraining etwas Unvorhergesehenes. Ich liebe es zu spazieren und da sich unser Haus nicht direkt in der Stadt, sondern etwas außerhalb befindet, ist der Weg zum Fitnesscenter ein wunderbarer, etwa dreißigminütiger Spaziergang. In Stille zu gehen und dabei den Kopf frei werden zu lassen liebe ich. Ich empfinde es als sehr entspannend. Während ich dahinspazierte, wurde ich gerufen. 
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In jeder Dunkelheit, in jedem Abgrund findet sich auch ein Lichtfunken. Keine Nacht ist so dunkel, dass man nicht einen Stern finden kann, der einen zu einem neuen Sonnenaufgang führt. 
Meine Umgebung veränderte sich und ich fand mich in Peru wieder. Ich platzte mitten in eine schamanische Heilzeremonie hinein.

Schamanen standen um einen Mann herum, der auf einem bunten Teppich auf der Erde lag. Sie trugen ihre zeremoniellen Gewänder, während ich in kurzer Hose, einem verschwitzen T-Shirt, ausgetretenen Sportschuhen und Trainingstasche daherkam. Ich blieb nicht stehen, sondern sagte einfach „Servus“, verwandelte mich in einen weißen Jaguar und spazierte geradewegs in den auf dem Boden liegenden Mann hinein. Ich führte ihn durch seine Heilreise in der Unterwelt, dann kehrten wir auf die diesseitige Ebene zurück. Er kehrte in seinen Körper zurück, ich schritt aus seinem Körper heraus und wandelte mich wieder in meine menschliche Gestalt. Mit einem „Schönen Tag!“ verließ ich die Versammlung.

​Ich blieb nie stehen, sondern fand scheinbar nahtlos auf meinen Weg ins Fitnessstudio zurück. Ein ganz normaler Arbeitstag, außer, dass ich noch nie auf diese Weise gerufen worden war, mich noch die derart irgendwohin projiziert und auf diese Weise noch niemanden auf seiner Heilreise begleitet hatte. Ich war nie nur Geistführer, Kundschafter und Hüter gewesen, sondern hatte auch das Wort geführt, wenn notwendig. Diesmal nicht. Dass sich das Ganze vollkommen normal und so angefühlt hatte, als hätte ich es schon unzählige Male vorher getan, verwunderte mich in keinster Weise mehr. 
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"White Jaguar", weiße Pastellkreide, Kristin Raphaela Otti (2023)
Ein paar Tage später wurde ich von den Schutzgeistern einer Freundin meiner Mutter gerufen. Sie beschützen den Bauernhof der Freundin und sahen dort nach dem Rechten. Die Freundin meiner Mutter hatte uns erzählt, dass dunkle Geistwesen den Bauernhof, den sie und ihre Söhne erworben hatten, heimsuchten und es immer wieder zu unerklärlichen Unfällen kam. ​
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"White Jaguar Emerging", weiße Pastellkreide, Kristin Raphaela Otti (2024)
Ihre Schutzgeister erklärten mir, dass ich für sie kundschaften und sie zu jenen Orten führen sollte, wo ich dunkle Energien witterte. Ich wäre nicht dort, um selbst einzugreifen, sondern allein um zu erkunden, mich an meine Fähigkeiten zu erinnern und wieder zu erlernen.

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​Ich verwandelte mich in meine Jaguargestalt und begann das Gelände zu erkunden. Jedes Mal, wenn ich dunkle Energien witterte, rief ich die Schutzgeister, die die Energien auflösten. Es war eine interessante Erfahrung. Ich merkte sehr bald, dass ich vor der Dunkelheit nicht die geringste Angst verspürte und auch vor der Begegnung mit dunklen Wesen nicht zurückschreckte. Ich war ein Jäger. Und da war noch etwas anderes: Ich wollte in die Dunkelheit hinein, um sie zu verstehen und das Licht zu finden, das in ihr verborgen war. Nicht einzugreifen in das Werk der Schutzgeister und nicht selbst in die Dunkelheit zu schleichen war die Herausforderung und Teil des Lernens.
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Ich liebe es, durch meine Schatten zu wandeln. Teil davon Jaguar zu sein ist, zu lernen, wie man in sich geht, dabei vollkommen ruhig zu werden und zu beobachten, ohne sofort zu handeln. Zu sehen, was tatsächlich da ist, und zu begreifen, was nicht da ist. 

Als wir unsere Aufgabe beendet hatten, nahm ich auf einer Gartenbank Platz. Ich hatte entschieden, noch eine Weile über den Hof zu wachen, für den Fall, dass wir dunkle Wesen übersehen hatten. 

Am nächsten Morgen schickte ich der Freundin meiner Mutter eine SMS und erklärte ihr, dass die Schutzgeister das Gelände gereinigt hatten und die Energien aufgelöst waren. Enthusiastisch schrieb sie mir zurück, dass sie einen Spaziergang über das Gelände machen wollte, um selbst nachzusehen.

​Etwa eine halbe Stunde später rief sie mich an: „Ich konnte es sehen! Da war ein weißer Jaguar, der ist herumspaziert und überall, wo er hingegangen ist, waren kurz darauf Explosionen aus Licht zu sehen! Der Jaguar sitzt immer noch auf einer Bank im Garten, aber etwas ist da sehr seltsam: Er sitzt nicht wie eine normale Katze da, sondern stocksteif wie eine Statue und wirkt voll konzentriert.“

Natürlich. Das passiert, wenn man auf einen Jaguar trifft, der die Energie eines Steinbocks in sich trägt.    
 
Ich liebe es, durch meine Schatten zu wandeln. Teil davon Jaguar zu sein ist, zu lernen, wie man in sich geht, dabei vollkommen ruhig zu werden und zu beobachten, ohne sofort zu handeln. Zu sehen, was tatsächlich da ist, und zu begreifen, was nicht da ist. In jeder Dunkelheit, in jedem Abgrund findet sich auch ein Lichtfunken. Keine Nacht ist so dunkel, dass man nicht einen Stern finden kann, der einen zu einem neuen Sonnenaufgang führt. 
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    Autorin

    Kristin Raphaela Otti
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    Ich bin eine Schamanin und Geschichtenerzählerin aus dem Lavanttal in Kärnten. 

    Ich hüte das Winterfeuer in den Herzen und begleite jene, die sich auf eine Reise tief in ihr Innerstes aufmachen wollen. 

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